26.08.2009
Alan Wake - Preview
Auch Alan Wake stattete der GamesCom in Köln einen Besuch ab, wenn auch nur hinter verschlossenen Türen. Wir hatten glücklicherweise die Möglichkeit, uns das Spiel aus nächster Nähe von den Entwicklern präsentieren zu lassen. In unserer Preview berichten wir von unserem Ausflug in die Welt des Roman-Autors.
Was bislang bekannt ist
Alan Wake ist Schriftsteller. Genauer gesagt schreibt er Horror-Romanen. Als er seine Verlobte Alice kennenlernt setzen seltsame Träume ein, die als Vorlage für sein erstes Buch dienen, das prompt zum Bestseller avanciert. Dann verschwindet Alans Verlobte unter mysteriösen Umständen, genauso die merkwürdigen Träume. Er beginnt, unter Schlaflosigkeit zu leiden. In einer Schlafklinik in der Kleinstadt Bright Falls sucht er Hilfe. Als er dort einer Frau begegnet, die genauso aussieht wie seine verschwundene Muse, beginnen die Träume von neuem, diesmal sind es jedoch schreckliche Alpträume. Alan beginnt ein neues Buch zu schreiben, schließlich will er seine Karriere retten. Unglücklicherweise scheinen die nächtlichen Horror-Trips wahr zu werden. Schließlich steht sein Leben auf dem Spiel.
So viel zur Story von Remedys kommendem „Psychological Action-Thriller“
Alan Wake, die nach mehreren Jahren Entwicklungsdauer den meisten wohlbekannt sein dürfte. Die Entwickler zeigten uns eine etwa 20-minütige Live-Demo des Spiels. Als Schauplatz diente der Elderwood Nationalpark, wobei sich Alan zunächst mit seinem Freund Barry in einer abgelegenen Waldhütte befindet. Nach einem kurzen Gespräch und einigen Spielereien mit Alans Taschenlampe, machten wir uns auf die Suche nach Alice.
Fehlende Dynamik im Spielverlauf
Auf unserem Weg durch den Elderwood bemerken wir schnell, dass die vorgegeben Pfade auf denen Alan wandert wenig Freiheit und kaum Möglichkeiten für Experimente bieten. Der Spielablauf wirkt sehr linear und vorbestimmt. Ein Beispiel: An einer Stelle barrikadiert sich Alan vor einer Horde besessener Menschen in einer Holzhütte. Dies löst ein neues Ereignis aus. Die Feinde schnappen sich einen durchschlagskräftigen Bulldozer und reißen die Holzhütte in Stücke. Dieses Phänomen zog sich durch die gesamte Präsentation. Wir hätten uns ein wenig mehr Dynamik im Spielverlauf gewünscht und gehen nun leider davon aus, dass der Wiederspielbarkeitswert von
Alan Wake gen „null“ tendieren wird.
Spielerisch scheint die Mischung aus Horror-Adventure und Third-Person-Shooter jedoch eine Menge Abwechslung zu bieten. Abgesehen von typischen Schusswechsel-Passagen, schwang sich Alan hinter das Lenkrad eines PKWs und bekämpfte Feinde mit dem Licht seiner Taschenlampe. Die bringt ein wenig Hektik und Survival-Feeling ins Spiel, da immer wieder für Batterie-Nachschub gesorgt werden muss. In Situationen, in denen Alan einer Vielzahl von Feinden gegenübersteht, ist ein roter Leuchtstab die letzte Rettung. Optisch wirklich beeindruckend. Darüber hinaus hält die aus Max Payne bekannte „Bullet Time“ Einzug. Unverständlicherweise kann die Zeitlupenfunktion nicht manuell eingesetzt werden. Sie tritt automatisch in bestimmten Situationen ein. Auch hier wird Dynamik wieder kleingeschrieben.
Auch die Erzählweise von
Alan Wake hat uns gefallen. Im Spiel findet ihr immer wieder Seiten aus Alans Buch, die vorgelesen werden und dann zur Realität werden. Das gab es so bisher noch nicht, allerdings besteht dadurch natürlich die Gefahr, dass sich das Spiel „selbst spoilert“ und so Spannung verloren geht. Aufgrund der dichten Atmosphäre lief es uns während der Präsentation aber dennoch kalt den Rücken herunter.
Optisch ein schauriger Leckerbissen
Technisch wirkte Alan Wake zweifellos äußerst beeindruckend. Dank toller Lichteffekte, einer detaillierten Umgebung, spitzen Charakter-Modellen und einer bedrückenden Sounduntermalung wirkt alles authentisch und wie aus einem Guss. Gleiches gilt für sehr ordentliche Bewegungsanimationen. Wenn die Entwickler bis Frühling 2010(ungefähr dann soll Alan Wake erscheinen) noch ein wenig an der Texturschraube drehen und noch einiges an Feintuning betreiben(noch ruckelt das Spiel deutlich), steht einem grafischen Augenschmaus nichts im Wege.